Snakeytox und Enfants terribles Studioblog

Friska Viljor – For the new beginnings

26. August 2010 von snakeytox

Ich habe mir gerade die ganzen vergangen Plattenkritiken in unserem Blog angeschaut und dabei festgestellt, dass die letzte Friska Viljor hier gar nicht auftaucht. Wie konnte das passieren?! Hier besteht dringender Nachholbedarf.

Ich habe die beiden Schweden Daniel Johansson und Joakim Sveningsson, alias Friska Viljor, schon seit ihrem tollen Debut “Bavo” auf meiner Liste, weil ich bei Motor FM zufällig ihre Single “shotgun sister” gehört habe. Seit dem habe ich mir alles gekauft, was sie veröffentlicht haben, und das tue ich äußerst selten bei einer Band. Ihre zweite Platte “Tour de hearts” war ein ganz großer Wurf, bestehend aus Jahrmarktsatmosphäre, gepaart mit tollem Pop und seltsamen Taktarten. Und nun also ihr drittes Werk – “For the new beginnings”.

Zugegeben: ich bin mit meiner Kritik etwas spät dran, da die Scheibe auch schon wieder fast ein Jahr auf dem Buckel hat, aber was soll’s. Auch die dritte Veröffentlichung der Schweden kann das hohe Niveau der beiden Vorgänger halten, auch wenn es etwas länger braucht, um sich in die Songs reinzuhören. Inzwischen finde ich die Scheibe sogar die beste der Band, da sie durchgehend stimmig und ausgereift ist.

“Hey you” ist eine regelrechte Hymne und mit dem darauf folgenden “Hibiskus Park” kommt gleich darauf so ziemlich die stärkste Nummer der Platte. Einziger richtiger Durchhänger ist eigentlich nur “I want you”, der Rest ist durchgängig gut bis sehr gut. Nur wenige Platten haben so ein Niveau. Fünf Sternchen!

Note: ★★★★★ 

Friska Viljor Online:
- Web : www.friskaviljor.net
- Myspace: www.myspace.com/friskaviljor

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Was zum Geier ist ein “Single Shot”?

08. August 2010 von Audiofrosch

SingleshotWer von Alben wie “Thriller”, “Parachutes”, “Billy Talent” oder “Toxicity” absieht, macht es sich verdammt schwer, eine Platte mit mehr als 5 richtig guten Songs zu finden. Und seien wir mal ganz ehrlich: es sind nicht LPs, die die (Musik)Welt bewegen, sondern einzelne Lieder. Fette, krasse, hammermässige (alleinstehende) Lieder: Single Shots.

Wenn wir bei “enfants terribles” eine schöne Nummer hören, ziehen wir uns die ganze CD rein, und schreiben eine Kritik, oder lassen es sein. Aber warum sollten wir über ein ganzes Album schreiben, wenn uns eine einzige Nummer gefällt? Also, warum sollten wir nicht einfach kurz und knackig über einzelne Songs schreiben? Weil es “oberflächlich” wäre? Wir scheißen geben nichts auf “oberflächlich”.

Deshalb werdet ihr in Zukunft hier eine “Single Shots” Kategorie finden. Darin wird man DIE Songs finden, die ein Mixtape richtig pimpen: Songs, die für sich allein stehen und, die man als Loop hören kann: harte Drogen. Single Shots, eben.

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Angus & Julia Stone – Down the Way

15. Juli 2010 von snakeytox

Aufmerksam wurde ich auf Angus und Julia Stone, die zwei australischen Geschwister, als sie sich beim Sender Motor FM wärend eines Interviews einfach eine Westerngitarre schnappten und live mal kurz ne tolle Nummer hinlegten.

Ich habe mir daraufhin dann gleich am nächsten Tag die neue Platte “Down the Way” gekauft und bin nicht enttäuscht worden. Die Scheibe ist zwar insgesamt sehr ruhig und hat zum Ende hin einige Längen, aber die Hälfte besteht aus klasse Nummern, die einfach nur zum Zuhören und Träumen einladen. Das ist doch schon mal was!

Gerade Songs wie “hold on”, “big jet plane”, “yellow brick road” bestechen mit viel Melodie, Intimität und Melancholie. Herrlich! Kaufen, damit junge Künstler unterstützen und auch noch seine eigene CD Sammlung mit einem guten Album aufwerten.

Note: ★★★☆☆ 

Angus & Julia Stone bei Myspace: hier

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Zaz – Zaz

15. Juni 2010 von Audiofrosch

Wir Franzosen stehen auf Zigeuner Musik. Das ist nichts Neues. Mischt man diese Musik mit Jazz und Chanson, und gibt dazu eine Sängerin, die mit Heiserkeit flirtet: das ist ZAZ.

In den ersten Minuten ist man durch die Stimme von Isabelle alias ZAZ einfach nur hin und weg: heiser und doch offen, vibrierend, frech. Eine Erschütterung. Es braucht also ein paar Minuten, bis man merkt, dass dieses Album viel mehr zu bieten hat, als eine tolle Stimme: Melodien, mitreißende Rythmen, schlichte und jedoch geniale Arrangements.

Später, beim mehrmaligen Zuhören wird klar, dass die Band ständig über bekannte Musik-Quartiers gleitet, ohne den eigenen roten Faden zu verlieren: Michel Jonasz, Francis Cabrel, Edith Piaf, Ella Fitzgerald, Serge Lama, Mano Solo… man findet alles. Für Franzosen ein Genuß, denn das Ganze fühlt sich heimelig an. Was Deutsche davon halten? Keine Ahnung… Sagt ihr es mir: Kommentar schreiben

Unbedingt anhören: Je veux, la fée, ni oui ni non, j’aime à nouveau

Reinhören und sehen: Video bei Dailymotion
Myspace: www.myspace.com/zazofficiel

Note: ★★★★½ 

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Scumbucket – Sarsaparilla

25. Mai 2010 von Audiofrosch

Sehr oft habe ich unbekannte Bands gehört, und dabei gedacht: “fast… aber knapp daneben”. Diese Bands versuchen Songs zu produzieren, die “anders” klingen. Statt eine eigene Musikrichtung zu finden, landen solche Projekte einfach nur… daneben.

Erst wenn man Scumbucket hört, versteht man, dass man mit einer Standard Rock-Kombo etwas besonderes erreichen kann: Abwechslungsreichen und direkten Gitarren-Rock, voll mit halben Tönen. Große, schwere, einprägende Refrains. Eigenwillige, kompromisslose und gut hörbare Musik. Da versteht man wieder plötzlich, was viele andere Bands versuchen zu komponieren.

Die Jungs von Scumbucket sind keine Anfänger, aber bisher hatte man immer Probleme, mehr als 4 richitge Knaller auf einen Album zu finden. Mit “Sarsaparilla” ist es genau das Gegenteil: man drückt höchstens 3 mal auf den “Next” Button. Manchmal steht man sogar da, (hoffentlich) allein im Raum, kopfschüttelnd und mit beiden Händen hoch. Danke Jungs.

Unbedingt anhöhren: Con Moto, Call me Anyone, Recoil, Fear Falls On Deaf Ears

Scumbucket online: www.scumbucket-music.com
Myspace: www.myspace.com/scumbucketmusic

Note: ★★★★☆ 

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