Mit “La superbe” legte Benjamin Biolay sein fünftes Album vor. Den Weg über den Rhein hat er leider noch nicht gefunden. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass er nicht dem entspricht, was Deutsche sich unter “typisch französischen Chanson” vorstellen (wie z.B. Zaz). Aber für uns Franzosen klingt er typisch. Wer die Musik von Serge Gainsbourg kennt, wird verstehen, was ich damit meine.
Und genau in diese Kategorie passt Biolay: komplex, schwermütig, modern und dennoch sehr “klassisch-französisch”. Alle Repertoire sind vertreten: Geigen, Electro-Sounds, Klavier, E-Beats, Gitarren, ohne den Zusammenhang und den Überblick zu verlieren. Melodisch, traurig, desillusioniert und doch mit einem Hauch Hoffnung versehen: diese Musik hört sich wie ein Film an, am besten nachts auf einer Landstraße, oder an einem Sonntagabend im Herbst.
“La superbe” ist eine Doppel-CD mit 23 Liedern und ich kann leider nicht sagen, dass alle Nummern als “Single Shots” gelten könnten. Aber es sind für mich mindestens 15 sehr gute Songs darauf: viel mehr als bei einer üblichen LP.
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Unbedingt anhören: Ton héritage, Tout ça me tourmente, Prenons le large, Jaloux de tout
Bei Youtube: La superbe, Ton héritage (Live in Casino de Paris), Tu es mon Amour (live auf TV5)
Note: 




19. Januar 2011 - 10:05
[...] uns hier musikalisch wieder auf bekanntem “Musikboden” in der Kategorie von Calogero, Benjamin Biolay, Alain Souchon, Philippe Sarde und… ja sogar Ennio [...]