“L” war vor ein paar Wochen in Frankreich noch völlig unbekannt. Einige werden sich wundern, dass solch ein Album überhaupt ein Label findet. Es sind die gleichen, die sich in Deutschland wundern, wenn Leute wie Bosse oder Enno Bunger einen Plattenvertrag bekommen.
Aber es gibt auch die anderen Melomanen: Franzosen oder nicht, es gibt Leute, die schon von “Barbara” oder “Gainsbourg” gehört haben, oder sie lieben würden, wenn sie sie hören würden. Und genau da, zwischen Barbara, Serge Gainsbourg und sogar Notwist bewegt sich “L”. Manchmal grosszügig, manchmal schlicht, immer emotional.
Das Album “Initiale” baut ein modernes Bühnenbild mit 60er Nachgeschmack, in dem “L” eine ganz eigene Welt erschafft. Sie steht trotzdem völlig zu Ihren Einflüssen, summt ganz kurz alte bekannte Melodien , oder singt über ihren Bruder (Mon frère), so wie Barbara es über ihr Vater tat (Nantes).
Note: 



Unbedingt anhören: Petite, Romance et Série Noire, Mon frère, Pareil
Reinhören: “L” bei myspace
Sehen: Making of bei Youtube
