Snakeytox, Audiofrosch und Enfants terribles Studioblog

Cascadeur – The Human Octopus

15. Juni 2011 von Audiofrosch

An dem Ort, an dem Klassik, Pop und Electro zusammenfließen, schwimmt Cascadeur. Obwohl ich manchmal einen Einfluss von “Antony & The Johnsons” oder von “Erik Satie” zu hören glaube, kann man Cascadeur mit niemandem vergleichen.Viel Klavier, hoher Gesang, Geräusche, Samples und langsame Electrobeats: das ist die Klangwelt. Ein gewagtes Paradox-Spiel zwischen lächerlich, verletzlich und geheimnisvoll: das ist die Bildwelt.

“Cascadeur” bedeutet auf französisch “Stuntman”. Der Name passt: das Konzept wirkt in der aktuellen Radio- und Musiklandschaft wie ein großes Risiko: hyperemotional und doch verhalten, ätherisch, eigenwillig, offen. Das Album wagt  etwas neues, und fliegt berechnend, wie in Zeitlupe, weit über die üblichen Melodien und Strukturen, ohne experimentel zu klingen. Genau wie ein Stunt.

Cascadeur wurde fast zufällig entdeckt, als er einen Preis in 2008 in Frankreich gewann. Seinen Plattenvertrag bekam er erst in 2010. Schön zu merken, dass in Frankreich Künstler mit Talent und ohne Mainstream-Feeling auch Erfolg haben können.

Note: ★★★★★ 

Reinhören:
www.myspace.com/cascadeur
Sehen:
www.youtube.com/watch?v=ZlHx-RN3uCE
www.youtube.com/watch?v=d8TjRGVYOTs

Kommentieren

*
Snakeytox benutzt WordPress. Danke auch an WordPress Theme Generator.
Copyright © Snakeytox, Audiofrosch und Enfants terribles Studioblog. All rights reserved.