Wenn man eine Stimme hat, die sehr an Alain Souchon erinnert, kann das Sänger-Leben in Frankreich etwas schwer werden. Deutsche kennen “Alain Souchon” wahrscheinlich nicht… Pech gehabt, Glück gehabt. Ihr könnt dadurch Florent Marchet ohne Vorurteile genießen, und das ist gut so, denn er hat seinen Style, seine Musik, seine Emotionen.
Wenn ihr wissen wollt, wie die französiche Midlife-Generation versucht, schmerzhaft ihre Gefühle in den Griff zu bekommen, dann werft mal ein Ohr auf “Courchervel”. Da werdet ihr eine Welt zwischen Barock und Zurückhaltung finden und werdet merken, womit die 35 bis 45-jährigen zu kämpfen haben: Urlaub, Affären, belanglose Diskussionen, die Lust, immer noch 20 zu sein und das romantische zusammen Sterben. Ihr werdet vielleicht auch erfahren, was es bedeutet für ein paar Sekunden loszulassen.
Instrumental klingt das Album sehr reich, sehr natürlich und trotzdem sehr bescheiden: ein bisschen Elektronik und sehr viele Instrumente zwischen Keyboards, Bläser, Gitarren und Geigen. Wir befinden uns hier musikalisch wieder auf bekanntem “Musikterrain” in der Kategorie von Calogero, Benjamin Biolay, Alain Souchon, Philippe Sarde und… ja sogar Ennio Morricone.
Unbedingt anhören: Pouquoi êtes vous si triste, Benjamin, l’eau de rose, l’idole
Florent Marchet Online:
Benjamin bei Youtube
Courchevel Akustisch
Forent Marchet bei Myspace
Note: 




Von Zazie habe ich euch noch nie erzählt… Das ist merkwürdig, denn seit fast 20 Jahren sorgt ihre Musik, sei es Pop, Rock oder Electro in Frankreich für Melancholie, Gänsehaut, Freude und Tanzlust. Sie ist definitv nicht katalogisierbar, obwohl man ihre Markenzeichen immer sofort erkennt: eine hohe ätherische Stimme, hautnahe Texte und schöne Melodien.

Aerosmith… Kreischende Männer im mittleren Alter: igitt! Ich hasse “I don’t wanna miss a thing”!